Was ist Parodontitis?

Durch den bakteriellen Zahnbelag entsteht eine Entzündung am Zahnfleischrand (Gingivitis), die sich auf die gesamte Zahnverankerung (Parodontitis) ausbreiten kann. Durch den Knochenschwund entstehen am Zahnfleischrand sogenannte Zahnfleischtaschen sowie die Lockerung der Zähne bis hin zum Zahnverlust.

Jeder Zahn besteht aus einer Krone, einer Wurzel und einem Nerven. Der Zahn ist an seiner Wurzeloberfläche mit Verankerungsfasern im Zahnfleisch und im Kieferknochen befestigt.

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Die Gingiva, lateinisch für Zahnfleisch, ist der rosafarbene Teil der Mundschleimhaut, der alle Zähne wie ein Kragen umgibt.

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Durch die bakteriellen Zahnbeläge reagiert das Zahnfleisch (Gingiva) bereits nach wenigen Tagen mit einer Entzündung, die auch Gingivitis genannt wird.

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Das Parodont ist die Zahnverankerung im Kieferknochen und besteht aus der Gingiva, der Wurzeloberfläche, den Verankerungsfasern sowie dem Kieferknochen selbst.

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Parodontitis gehört zu den häufigsten chronischen Krankheiten des Menschen. Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung, die alle Teile der Zahnverankerung betrifft.

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Die Parodontitis wird heute fälschlicherweise immer noch mit dem veralteten Begriff «Parodontose» bezeichnet. Letzterer sollte nicht mehr verwendet werden.

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Wie ist der Zahn im Kieferknochen verankert?

Jeder Zahn besteht aus einer Krone, einer Wurzel und einem Nerven. Der Zahn ist an seiner Wurzeloberfläche mit Verankerungsfasern im Zahnfleisch und im Kieferknochen befestigt.

Gesunder Zahn im Querschnitt

Die Zahnkrone ist von Zahnschmelz (Schmelz) überzogen. Darunter befindet sich das Zahnbein (Dentin) und wiederum darunter der Nerv des Zahnes (Pulpa). Genaugenommen besteht die Pulpa aus dem Nerv, den Blutgefässen und einem sogenannten Bindegewebe. Während der Schmelz ohne Nerven und daher ohne Empfindung ist, wird das darunter gelegene Dentin von Nervenfasern versorgt. Die Oberfläche der Zahnwurzel ist daher auch schmerzempfindlich.

Das Zahnbein (Dentin) macht den Hauptbestandteil der Wurzel aus. Die Wurzel wird zusätzlich von einer harten Schicht, der sogenannten Wurzelhaut (Wurzelzement) überzogen. Der Zahn ist entlang seiner gesamten Wurzeloberfläche mit Verankerungsfasern (Desmodontalfasern) im Kieferknochen befestigt. Diese Fasern sind einerseits im Wurzeldentin und andererseits im Kieferknochen verankert.

Die Zahnwurzel ist länger als die Zahnkrone. Insbesondere haben die Eckzähne im Oberkiefer (Reisszähne) meistens sehr lange Wurzeln.

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Was ist die Gingiva?

Die Gingiva, lateinisch für Zahnfleisch, ist der rosafarbene Teil der Mundschleimhaut, der alle Zähne wie ein Kragen umgibt.

Gesunde Gingiva

Genaugenommen bildet die Gingiva den äusseren Rand des Gewebes, das die Zähne im Knochen verankert. Die Gingiva besteht aus einer dünnen Deckschicht (Epithel) und einer etwas dickeren daruntergelegenen faserhaltigen Schicht (Bindegewebe). Diese Schicht enthält neben den vielen Bindegewebsfasern auch einige Blutgefässe. Aus diesem Grund ist das gesunde Zahnfleisch blassrosa gefärbt.

Was ist die Gingivitis und wie häufig kommt sie vor?

Durch die bakteriellen Zahnbeläge reagiert das Zahnfleisch (Gingiva) bereits nach wenigen Tagen mit einer Entzündung, die auch Gingivitis genannt wird.

Gingivitis im Querschnitt

Die am Zahnfleischrand entstandene Entzündung (Gingivitis) lässt das Zahnfleisch rot bis dunkelrot erscheinen, da sich dort durch die Entzündung die im Bindegewebe befindlichen Blutgefässe erweitert haben.

Mit einer Optimierung häuslichen Mundhygiene wird dieser Bakterienbelag regelmässig entfernt, wodurch sich das Zahnfleisch innerhalb weniger Tage wieder erholen kann.

Die Gingivitis ist keine seltene Entzündungserkrankung. Jeder Mensch hat während der Dauer seines Lebens mehrmals solche Stellen im Mund. Sie sind jedoch ein Zeichen dafür, dass an diesen Stellen weniger gut gereinigt wurde. Ebenso stellen solche Stellen ein Risiko für die Entstehung einer Parodontitis dar.

Während einer Schwangerschaft ist aus hormonellen Gründen die Neigung zur Gingivitis erhöht. Werdende Mütter sollten besonders gut auf ihre häusliche Mundhygiene achten und sich auch während der Schwangerschaft zahnärztlich untersuchen lassen.

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Was ist das Parodont?

Das Parodont ist die Zahnverankerung im Kieferknochen und besteht aus der Gingiva, der Wurzeloberfläche, den Verankerungsfasern sowie dem Kieferknochen selbst.

Gesundes Parodont im Querschnitt

Unter dem Begriff «Parodont» versteht man all diejenigen Komponenten, die den Zahn im Kieferknochen verankern. Dazu gehören das Zahnfleisch (Gingiva), der zahntragende Kieferknochen, die Verankerungsfasern und die gegenüberliegende Verankerungsstruktur auf der Wurzeloberfläche, das sogenannte Wurzelzement.

Das Parodont sichert die Verankerung der Zähne im Kieferknochen. Durch die Verankerungsfasern erhalten die Zähne ihre hohe funktionelle Belastbarkeit auch bei grösseren Kaukräften.

Das Parodont umgibt beim gesunden Zahn die gesamte Zahnwurzel. Erst bei der entzündlichen Erkrankung der Zahnverankerung (Parodontitis) wird der zahntragende Kieferknochen abgebaut.

Was ist die Parodontitis und wie häufig kommt sie vor?

Parodontitis gehört zu den häufigsten chronischen Krankheiten des Menschen. Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung, die alle Teile der Zahnverankerung betrifft.

Parodontitis im Querschnitt

Als Folge der Entzündung des Zahnfleischrandes (Gingivitis) kann es zum Abbau der Verankerungsfasern und des Kieferknochens kommen. An Stelle des gesunden Faserapparates entsteht entlang des Zahnes eine sogenannte Zahnfleischtasche. Die dort liegende Wurzeloberfläche ist mit bakteriellen Belägen (Plaque und Zahnstein) bedeckt.

Der Abbau der Verankerungsfasern und des Kieferknochens kann zu einer erhöhten Zahnbeweglichkeit führen. Falls die Erkrankung unerkannt bleibt und nicht behandelt wird, kann sich der Abbau soweit fortsetzen, dass die Zähne in ihrer Funktion zum Kauen unbrauchbar werden und gezogen (extrahiert) werden müssen.

Rund 40 Prozent der Menschheit leiden an Parodontitis. Für die Erwachsenenbevölkerung wird geschätzt, dass heute rund 70% des Zahnverlustes auf die Parodontitis zurückzuführen ist.

Warum heisst es Parodontitis und nicht «Parodontose»?

Die Parodontitis wird heute fälschlicherweise immer noch mit dem veralteten Begriff «Parodontose» bezeichnet. Letzterer sollte nicht mehr verwendet werden.

Es heisst Parodontitis und nicht mehr Parodontose

Die Erkrankung der Zahnverankerung heisst heute Parodontitis und nicht mehr «Parodontose». Die Wortendung «-itis» bezeichnet eine Entzündungserkrankung, wie es bei der Magenentzündung «Gastritis» bekannt ist. Die korrekte Bezeichnung Parodontitis bezeichnet somit die Erkrankung richtigerweise auch als eine Entzündung, die durch die bakteriellen Zahnbeläge verursacht wird. Die Endung «-ose» bezeichnet eine nicht-entzündliche Veränderung, wie sie beispielsweise im Wort «Osteoporose» verwendet wird.

Der veraltete und heute oft noch fälschlicherweise verwendete Begriff Parodontose benannte früher allein die Erkenntnis, dass es bei dieser Erkrankung die Verankerung der Zähne abgebaut wird, ohne dabei die Entzündung als eigentliche Ursache zu nennen.

Bei der besser verwendeten Bezeichnung «Parodontitis» anerkennt man den Umstand, dass diese Erkrankung durch die Reduktion der Entzündung in den Griff zu kriegen ist.

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